Periodenkalkulation

Das KAG ermöglicht bei leitungsgebundenen Einrichtungen, dass der durchschnittliche Aufwand für die Einrichtung veranschlagt und zugrunde gelegt werden kann. Nach Dahmen, Driehaus, Küffmann, Wiese: Kommentar zum KAG NRW, Berlin 1981 3 , RN 135 ist mit dem Begriff durchschnittlicher Aufwand ein zeitlicher Faktor angesprochen. Danach ist Aufwand ein für eine bestimmte Rechnungsperiode geschätzter Gesamtinvestitionsaufwand für die gesamte Anlage. Aus der Verwendung des haushaltsrechtlichen Begriffs Veranschlagung (bzw. „veranschlagt”) ergibt sich zum einen, dass der durchschnittliche Aufwand geschätzt werden kann und nicht etwa als rechnerischer Durchschnitt des Aufwands der letzten Jahre zu ermitteln ist. Zum anderen folgt daraus, dass für die Ermittlung des durchschnittlichen Aufwands eine Anknüpfung an haushaltsrechtliche Rechnungsperioden und damit die Veranschlagung des Investitionsbedarfs unter Berücksichtigung der zukünftigen Aufwendungen zugelassen ist. Die vorgenannten Überlegungen haben Eingang in die Rechtsprechung gefunden. Das OVG Münster verlangt mit Urteil vom 23.11.1987 ausdrücklich, dass bei leitungsgebundenen Einrichtungen ein für eine bestimmte Rechnungsperiode geschätzter Gesamtinvestitionsaufwand auf die gesamte Anlage zu beziehen ist.

Verkürzt gesagt sind demnach die Kosten (Einnahmen und Ausgaben) einer Periode den angeschlossenen bzw. noch anzuschließenden Beitragsmaßeinheiten gegenüberzustellen. Durch Division der Kosten durch die Maßeinheit wird die Beitragsobergrenze ermittelt.

Periodenkalkulationen werden überwiegend in Nordrhein-Westfahlen durchgeführt.

Unser Leistungsspektrum:

  • Kostenstammdaten: Unterstützung bei der Erhebung aller relevanten Kostenstammdaten (Anlagenbuchhaltung, Kostenvoranschläge etc.)
  • Flächenstammdaten: Unterstützung bei der Erhebung aller relevanten Flächenstammdaten auf GIS-Basis (z.B. Karten im DXF-Format, Vollgeschosse im unbeplanten Innenbereich, Bebauungspläne, VEP´s und FNPl.). Sofern DXF-Daten nicht voliegen: Erstellung einheitlichen Kartenmaterials (z.B. Maßstab 1:2.500).
  • Straßenentwässerungsanteile: Kanal + Kläranlage
  • Fragestellung bei der Einbeziehung von Flächen der Erschließungsträger
  • Überkapazitäten: Verschiedene Berechnungsmethoden zur Ermittlung und Reduzierung der Überkapazitäten
  • Erörterung aller fachlichen Fragestellungen

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