Globalberechnung

Bei leitungsgebundenen Einrichtungen ermöglichen die Landesgesetzgeber Mischfinanzierungen aus Beiträgen und Gebühren. Verkürzt gesagt ist die Gebühr niedrig, wenn der Beitrag hoch ist oder hoch, wenn kein Beitrag erhoben wird. Die Schnittstelle ist dabei der Beitrag, genauer: die Zinsen. Hat der Aufgabenträger Beitragseinnahmenn, dann ist sein Fremdfinanzierungsbedarf eher niedrig (= weniger Kredit / Zins / Tilgung).

Die Globalberechnung - als Kalkulationsmethode für leitungsgebundene Einrichtungen - hat als Rechtsbegriff erstmals mit Urteil des VGH Bad.-Württ. vom 2.7.1975 (II 8881/72) Eingang in die Rechtsprechung gefunden. Das Globalprinzip verlangt, verkürzt gesagt, dass die bisher angefallenen Kosten (bestehende Kosten) zuzüglich der künftig anfallenden Kosten (künftige Kosten) einerseits und die bisher bebauten bzw. bebaubaren Flächen (bestehende Flächen) sowie die künftig bebaubaren Flächen (künftige Flächen) in die sog. Globalberechnung einzubeziehen sind. Durch Division der beitragsfähigen Kosten durch die beitragsfähigen Verteilungsmaßeinheiten (z.B. Nutzfläche) erhält man die Beitragsobergrenze. Nur so ist gewährleistet, dass alle derzeitigen und absehbar künftigen Anschlußnehmer gleichermaßen an den Kosten der öffentlichen Einrichtung beteiligt werden (Gleichheitssatz).

Globalberechnungen nach der beschriebenen Methode finden haben sich in nahezu allen Bundesländern als rechtssicherste Kalkulationsmethode durchgesetzt. Im Norddeutschen Raum werden neben der Globalberechnung auch Periodenkalkulationen als zulässige Kalkulationsmethode akzeptiert.

Unser Leistungsspektrum:

  • Kostenstammdaten: Unterstützung bei der Erhebung aller relevanten Kostenstammdaten (Anlagenbuchhaltung, Kostenvoranschläge etc.)
  • Flächenstammdaten: Unterstützung bei der Erhebung aller relevanten Flächenstammdaten auf GIS-Basis (z.B. Karten im DXF-Format, Vollgeschosse im unbeplanten Innenbereich, Bebauungspläne, VEP´s und FNPl.). Sofern DXF-Daten nicht voliegen: Erstellung einheitlichen Kartenmaterials (z.B. Maßstab 1:2.500).
  • Straßenentwässerungsanteile: Kanal + Kläranlage
  • Fragestellung bei der Einbeziehung von Flächen der Erschließungsträger
  • Überkapazitäten: Verschiedene Berechnungsmethoden zur Ermittlung und Reduzierung der Überkapazitäten
  • Erörterung aller fachlichen Fragestellungen

Zurück zu weiteren Themen aus dem Bereich Finanzen